kleine Zeitreise

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am Badesee

 

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Kirschenallee

Als Schuljunge liefen die Sommertage oft nach dem gleichen Schema ab: nach Hause kommen, Mappe irgendwo fallen lassen, keinen Gedanken an Hausaufgaben oder den nächsten Tag verschwenden, das Badezeug und die in der DDR typische Club-Cola greifen und dann mit dem Rad an den Badesee fahren.  Meistens bin ich dann auch zu spät nach Hause gekommen und es gab wegen dem verpassten Abendbrot Ärger mit den Eltern.

Der Buckowsee ist kein großer See, aber er war vom Dorf aus erreichbar und er bot die erwünschte Abkühlung. Die Wege dorthin wurden mit dem 26er Mifa-Rad absolviert (oder dem vorherigen 24er Kinderrad), Singlespeed war noch ein unbekannter Begriff, es ging über ein paar Feld- und Waldwege ans kühle Nass.

Bin da gestern die Wege wieder lang gefahren, etwa 30 Jahre später…. die Kirschenallee hat sich kaum verändert, aber natürlich die Orte an ihren Enden….und sicherlich auch der Radfahrer!

AWOL im Frühling 2017….

Mein AWOL hat neue „Schuhe“ bekommen, die Compass 700C x 44 Snowqualmie, die doch deutlich angenehmer fahren, als die vorher montierten „Winterreifen“ (einige Beiträge zurück). Die Reifen von Jan Heine/Compass Cycle vertreten eine etwas andere Philosophie, als die bekannteren Reifenhersteller: breit, sehr geschmeidig und ein recht reduziertes Profil. Und doch bleibt die in meinen wichtigste Eigenschaft des AWOL erhalten: Fahrtauglichkeit auf fast allen Wegen (auch die in Brandenburg beliebten Sandwege sind fahrbar) und dabei nicht langsamer. Außerdem hat das AWOL noch einige Kilometer dazu bekommen, es rollt störungsfrei durch das Berliner Umland.

In Deutschland sind die Compass-Reifen über Dailybreadcycles zu bekommen.

„Winterreifen“ fürs AWOL

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Die  orginalen Reifen (Specialized Trigger) haben 3.800 Kilometer lang problemlos ihren Dienst verrichtet. Es gab keinen Platten und sie hatten nach der Zeit auch noch ausreichend Profil. Aber wenn die Flanken porös werden, dann ist es so langsam Zeit, neue Reifen zu suchen. Die Compass 700cx44 Snoqualmie sind bestellt, aber ganz ohne Profil wohl eher für den Einsatz ab Frühjahr 2017 gedacht. Hatte aber noch einen Satz Faltreifen Renegade Control 29×1,8 von Specialized im Regal, also kamen die auf die Felgen. Meine ersten Eindrücke:

  • die Reifen passen trotz Profil sehr gut unter die Schutzbleche vom AWOL, sind aber auch mit 1,8 Zoll eher schmale 29er Reifen
  • trotz des Profils/dank der eng zusammenliegenden Mittelstollen laufen die Reifen sehr leise auf Asphalt, haben auch gefühlt keinen deutlich höheren Rollwiderstand
  • der Luftdruck wird auf der Flanke mit 2,5 bis 4 bar angegeben, mit 2,5 bar finde ich sie schon ziemlich „hölzern“, werde wohl mal Stück für Stück den Luftdruck reduzieren
  • ich habe die Reifen trotz mehrfacher Versuche noch nicht richtig auf der Felge zentrieren können, aktuell haben sie einen deutlich sichtbaren und spürbaren Höhenschlag 😦

Das aktuelle AWOL-Progamm 2017

Das aktuelle AWOL-Programm in Deutschland bietet künftig nicht mehr drei völlig unterschiedliche Modelle an, sondern es wird nur noch ein Rahmenset angeboten:

https://www.specialized.com/de/de/bikes/adventure/awol-expert-frameset/115626

Zugegeben, das ist mit vielen Zusatzteilen recht umfangreich ausgestattet, insbesondere die Carbonsattelstütze dürfte unterwegs viel Komfort bieten.

Im Gegensatz dazu steht den AWOL-Interessenten in den USA mehr Auswahl zur Verfügung: https://www.specialized.com/us/en/bikes/adventure/awol, die haben neben dem Rahmenset noch drei Kompletträder zur Auswahl. Bin gespannt, wie lange das AWOL in Deutschland noch angeboten wird.

Waldkantine

In den größeren Unternehmen/Verwaltungen in Deutschland gibt es Kantinen für die Versorgung in der Mittagspause. Und der Gruß in den Fluren „Mahlzeit“ ist auch weit verbreitet… Ich habe diese Erlebnisse selten, kann aber hier und da eine andere Art von Pause vom Schreibtisch machen.

Der Hobo-Kocher ist was für längere Touren, wo dann auch Zeit bleibt, sich um das kleine Feuer zu kümmern. Für die Mittagspausen werde ich wohl beim Gaskocher bleiben; schneller, sicherer, sauberer…

so war das AWOLunmeeting 2016

Es war ein kleines, feines Treffen, fangen wir mit den Teilnehmern an:

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Dirk aus Dresden, ist auf die Apokalypse vorbereitet. Das Rad auch!

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Harald aus Hamburg, frisst Kilometer auf dem Arbeitsweg und individuellen Langstrecken.

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Nils aus Berlin. Hart? Schnell? Lang? Nils ist dabei! Die Porteurtasche war gefüllt mit Lebensmitteln…

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Christian aus Porta Westfalica, Minimalist! Jungspund in der Truppe 😉

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Christoph aus der Nähe von Berlin – hat keine Ahnung, davon viel!

Wir treffen uns am Eckerloch, nach und nach treffen die Teilnehmer ein. Es wird Kaffee gekocht und getrunken, Geschichten erzählt und die Räder begutachtet. Der Wandererstrom am Treffpunkt wird immer weniger, es gibt Bier… Vor Einbruch der Dämmerung verlassen wir den Ort, zwei Teilnehmer machen sich auf den Heimweg und die restlichen drei fahren auf den Brockengipfel.

Dort haben wir den eigentlichen Sonnenuntergang knapp verpasst, aber die restliche Aussicht und auch die nächtliche Version davon wird genossen. Die Schutzhütte wird bezogen, wir reden über Radprojekte, geplante Radtouren und rollen irgendwann die Schlafsäcke aus.

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kurz vor der Nachtruhe

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Aussicht am Morgen aus dem Schlafsack

Irgendwie haben wir es verpasst, die Räder nebeneinander zu Fotografieren, als alle fünf beieinander waren… Wir haben nach dem Frühstückskaffee wenigstens die drei verbliebenen mal miteinander abgelichtet, da wird die unterschiedliche Auslegung der Räder doch deutlich sichtbar!

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Drei unterschiedliche AWOLs

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inkl. Fahrern

Dort oben trennen sich unsere Wege, Harald und ich verlassen den Brocken auf einer nördlichen Route, Dirk nutzt die Brockenstraße in Richtung Schierke.

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Blick zum Brockengipfel

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Abfahrt auf dem Kolonnenweg

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Bremsenteststrecke

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Nochmal der Brockengipfel.

Ich spreche jetzt mal für die restlichen Teilnehmer: alle hatten Spaß, auch individuell durch Anreise, andere Abenteuer und durch das spezielle Erlebnis, auf dem Brocken zu übernachten.

Wird es in 2017 wieder ein Treffen geben? Ich würde sagen: Ja!