Auf Schalke

Über den Ort des diesjährigen Treffens bin ich bei instagram gestolpert, er hatte ne Hütte , Geschichte (siehe Wikipedia) und ist wie viele Orte im Harz nicht mit dem Auto erreichbar. Nur: ich war selbst noch nie da…. Also habe ich die dienstlichen Anlässe mal passend gelegt, um hier eine Übernachtung zu machen. Die Hütte ist geräumig, es gibt weitere in der „Nachbarschaft“. Der Weg dahin brachte für mich ein paar Schiebepassagen, die Umstellung auf 1×10 mit einem 39er Blatt vorn und einem 32er als größtem Ritzel hinten ist eben eine für Brandenburg passende Kombination. Würde ich im/am Harz wohnen, wäre eine andere Kurbel mein Favorit, aber so kann ich damit leben.

Macht Euch auf den Fotos einen kleinen Eindruck vom Ort…

SchotterpistenAusblick auf Goslardie Hütte aus SchalkeBlick vom Aussichtsturmein Muss: Harzer KäseAbfahrt gegen 05:00 Uhrdie OkerUnterwegs

Abseits vom Asphalt

Es gibt Leute, die fahren Rad und sammeln dabei Landkreisschilder. Da kann ich wenig dazu beitragen, aber ich kann gemäß diesem Blogbeitrag Kacheln für mich sammeln. Ist eh besser, als „gegen“ andere Radler zu fahren 😉  Ich hatte und habe noch viele Lücken in der Google-Karte, aber ich habe mich von 9×9 auf 18×18 geradelt. Also von 14km x 14km auf knapp 27km x 27 km. Einige der Lücken liegen abseits der Straßen und das AWOL kann dank der breiteren Reifen sehr gut für Waldwege, Schotterwege, Pflasterstraßen, Betonplattenstraßen und Feldwege genutzt werden.

Das habe ich auf den letzten knapp 250 Kilometern auch ausgiebig gemacht:

Auch wenn das jetzt komisch klingen mag, ich habe diese Wege wirklich genossen. Keine Ampeln, keine eng überholenden Autos, ein riesiges Wegenetz, ganz viel Abwechslung in der Landschaft, es war großartig. Hätte gefühlt alle 100 Meter anhalten wollen, um das zu fotografieren, aber so kommt man ja auch nicht voran. Und ich habe mich geärgert, wenn ich die Karte zu oberflächlich gelesen habe und dadurch dann doch „vermeidbare“ vier Kilometer auf den Landstraßen im Barnim unterwegs war…

Lunchride in Hamburg

 

So, das AWOL ist wieder fahrtauglich, auch wenn kleine Details noch erledigt/korrigiert werden müssen. Werde in einem eigenem Blogpost dann das Rad auch ausführlicher zeigen. Konnte mich in dieser Woche mit Harald verabreden, um den „üblichen“ Lunchride zu absolvieren. Harald veranstaltet diese gemeinsame Mittagsrunde wöchentlich, wer also Mittwochs an der Elbe ist, der kann sich gerne über Facebook anmelden. Wir waren „außerplanmäßig“ an einem Donnerstag unterwegs und daher nur zu zweit. Der Spaß war genauso da, auf der linkselbischen Seite gab es dann noch ein Touristen-Fischbrötchen, habe das AWOL dann anschließend noch für eine Dienstfahrt nach Finkenwerder genutzt.

DANKE an Harald!

Generalüberholung

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Die Monstercrosser-Phase ist beendet, das AWOL wird wieder ein Tourer werden. Der Rahmen war für kleine Änderungen beim Rahmenbauer und anschließend zum Pulver, Schwarzrot aus der RAL-Palette ist es geworden. Der Farbton umhüllt nicht nur das Rahmenset, sondern auch den Vorbau und die neuen Schutzbleche von VeloOrange. Diverse Verschleißteile werden erneuert werden, das Pizza-Rack liegt bereit und bis zum Mai ist das AWOL dann hoffentlich wieder fahrtauglich.

AWOL als Monstercrosser

Von der Vielseitigkeit des AWOLs habe ich ja schon geschrieben… Aktuell ist mein AWOL ein 29er Crosser mit 2,1 Zoll breiten Reifen. Mehr passt nicht in Rahmen und Gabel, jedenfalls nicht als 29er. Der Entwickler des AWOL hat auf 27,5er Rädern noch dickere Reifen in den Rahmen gezwängt.

Aber ich werde das Rad sicherlich wieder straßentauglich umbauen.

keine AWOLs mehr in D

Big S. hat sich entschlossen, den Vertrieb des Rahmensets auch einzustellen. Bis zum Sommer 2016 gab es noch drei Kompletträder, dann nur noch das Rahmenset. Es gibt hier und da in den Läden sicherlich noch Restbestände, aber keine neuen Modelle.

Besonders schade finde ich, dass das AWOL EVO nicht mehr weiter entwickelt/in Deutschland angeboten/von anderen Herstellern als Inspiration genutzt wird. Da hat mir die clever integrierte Stromversorgung für USB-Lader bzw. Beleuchtung sehr gefallen, die Anforderungen eines modernen Reiserades direkt ab Werk wurden hier erfüllt.

Alternativen? Hier vielleicht (kein Anspruch auf Vollständigkeit):

Specialized Sequoia

Kona Sutra LTD

Bombtrack Beyond

Veloheld.ICONX

So war das awolunmeeting 2017

Da ich selbst nicht da sein konnte, hat Harald mir einen kleinen Bericht geschrieben:

Die Besetzung war dieses Mal interessant:
Kurz bevor ich mit meinem Sohn von unten kommend in den Weg zu Eckerloch einbog, sahen wir einen Radfahrer ebenfalls einbiegen, der von oben kam. Einen Moment später schlossen wir zu ihm auf, als er ein Foto machte. Beim Annähern hielt ich sein Rad für ein ordentlich bepacktes AWOL und quatschte ihn dementsprechend an. Er konnte ja nun wirklich keinen anderen Plan haben, als mit uns zum Eckerloch zu wollen. Je länger ich aber sabbelte, merkte ich, dass er keinen blassen Schimmer hatte, was ich ihm da von Unmeeting und so erzählte. Huch! Er war (es war dann auch „nur“ ein Sequoia 😉 ) vollkommen zufällig im Harz unterwegs und wollte eigentlich nur weiter nach Bad Sachsa. Er kam also mit bis zum Eckerloch, wo wir auf Dirk und Philipp (rotes AWOL) trafen. Samuel (der dasselbe Sequoia wie mein Sohn Lasse fährt) bliebt dann noch eine kurze Zeit und quatschte mit uns, machte sich dann aber bald auf den Weg.
Bis gegen 18 Uhr haben wir dann am Eckerloch rumgestanden, gesessen, gequatscht und Kaffee getrunken, reichlich Wanderverkehr, aber kein weiterer Radfahrer. Philipp war schon mittags oben gewesen und verabschiedete sich dann in Richtung Nordhausen. Dirk, Lasse und ich sind dann nach oben gefahren. Lasse und ich vorne weg und dadurch mit dem Glück, dass wir auch noch für einige Minuten gute Sicht hatten. Schnell zogen aber Regenwolken auf und wir zogen uns ins Wolkenhäuschen zurück (wieder frei nutzbar). Als der Regen leicht nachliess sind wir beide dann noch rüber zum Gipfelstein. Gerade als wir nochmal kurz ins Häuschen wollten, kam dann auch Dirk oben am Stein an. Kurz darauf sind wir dann aber auch wieder abgefahren, ich wollte vor der Dunkelheit unten sein (wobei wir genügend Licht hatten) und wirklich gemütlich war’s oben auch nicht. Unser Zelt stand eh schon auf dem Campingplatz in Schiere und Dirk wollte gleich noch mit dem Auto wieder nach Hause fahren.
In der Abfahrt trennten wir uns dann auch noch von Dirk, der irgendwie quer zum Bahnhof wollte, an dem sein Wagen stand.
Am Ende der Brockenstraße kam Lasse und mir dann noch ein Radfahrer entgegen: Christian, der auch im vergangenen Jahr dabei war! Seine Anfahrt hat wegen des Wetters deutlich länger gedauert, deshalb war er eben erst gegen 20 Uhr in Schierke. Wir haben dann nur einige Minuten gequatscht. Sein Plan war: Oben im Häuschen zu übernachten. Ich habe ihm dann noch 2 Dosen Bier „abgenommen“; die er nicht mehr hochschleppen wollte … Als wir dann jeweils unserer Wege fuhren, setzte nochmal ordentlicher Regen ein, der uns auf den 2 Kilometern bis zum Campingplatz komplett durchnässte …
Der Campingplatz hatte aber eine schöne warme und gemütliche Küche. Schnell noch etwas gegessen und dann lagen wir auch bald im Schlafsack. Da ich nicht an Ersatzklamotten gedacht hatte (die Wettervorhersage ist schuld!), haben wir uns am nächsten Morgen mit klammen Klamotten nicht nochmal aufs Rad gesetzt sondern sind gemütlich nach Hause gefahren.
DANKE Harald